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20 Jahre Linux

Vor 20 Jahren hat Linus Torvalds (damals im zarten Alter von 20 Jahren) zum ersten Mal öffentlich sein kleines, privates Projekt zur Erstellung eines kostenlosen Betriebssystems erwähnt – in einem Beitrag im damals noch sehr angesagten “Usenet”.

Heute – 20 Jahre später – erzählt die Linux Foundation die Geschichte des beeindruckendsten Betriebssystems der Welt:

Wir leben in interessanten und aufregenden Zeiten

Linux wird besser. Laufend. Gerade im Bereich der Grafik- und Spiele-Unterstützung geht es mit riesen Schritten voran. Hier einige aktuelle Beispiele:

Achja – wo wir gerade dabei sind: schaut euch doch mal Minecraft an. Ein sehr nettes Spiel, welches das Prinzip von Sandbox-Spielen sehr schön verdeutlicht. Die Grafik ist … unzeitgemäß … aber für dieses Spielkonzept vollkommen angemessen.

Was scheinbar noch fehlt sind die großen Studios. Zugegeben, meiner Ansicht nach produzieren die sowieso nur Mist, aber es gibt ja scheinbar eine Menge Menschen die das auch spielen wollen.

Java 4-ever – Trailer

Was hab ich gelacht … :-D

heise online – SCO vs. Linux: Die unendliche Geschichte endet

In der sieben Jahre lang dauernden Auseinandersetzung um Copyright-Rechte an Unix, um Lizenzgebühren für Linux-Installationen und um die Frage, ob Programmiercode oder Programmier-Konzepte von Unix nach Linux wanderten, hat die SCO Group vor Gericht eine schwere und wahrscheinlich finale Niederlage erlitten. Richter Jack Stewart verwarf eine Eingabe von SCO, in der das Unternehmen einen neuen Prozess forderte, und erklärte die Entscheidung der Jury, laut der das Copyright an Unix bei Novell liege, für überzeugend und angemessen. Außerdem erklärte der Richter den Fall für abgeschlossen. Ob die im Konkurs befindliche SCO Group gegen das Urteil klagen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

via heise online – SCO vs. Linux: Die unendliche Geschichte endet.

Wieviel Geld in diesem unwürdigen und lächerlichen Streit versenkt wurde, möchte ich echt gerne mal wissen. Hätte man das nicht einfach in ne Stiftung stecken können, die mit diesen Millionen (Milliarden?) versucht hätte, irgendwas Nützliches zu machen? zb die Krebs- oder AIDS-Forschung unterstützen … oder das Geld (vorzugsweise in 1 US-$ Scheinen) in kalten Regionen dieser Erde armen Menschen als Feuermaterial zur Verfügung stellen. DAS hätte nen Effekt gehabt – und vielleicht wäre für die Investoren sogar noch ein Gewinn in der einen oder anderen Form bei raus gesprungen.

Für Linux existieren keine guten Spiele

… und darum wird Linux auch nie so verbreitet wie Windows.”

Während letzteres eventuell stimmen mag (wer kann schon die Zukunft mit Bestimmtheit voraussagen?), wird ersteres immer mehr zu einem urbanen Legende. Abgesehen von vielen OpenSource-Spielen die in den letzten Jahren erschienen sind, drängen auch immer mehr Indy-Spieleentwickler in den Linux-Markt.

Diese Entwicklung beobachte ich mit viel Genugtuung, da abzusehen ist, dass die großen Platzhirsche im Gaming-Geschäft auch irgendwann eventuell nachziehen könnten. Einzelne Versuche in der Richtung gibt es ja immer wieder mal. Ausserdem gibt es schon seit vielen, vielen Jahren Firmen, welche kommerzielle Spiele auf Linux portieren (zB RuneSoft und LinuxGamePublishing).

Dünn gesät waren hingegen die Vertriebskanäle für Linux-Spiele. Indy-Entwickler haben traditionell ihre Spiele selber vertrieben und Bezahlungen beispielsweise über PayPal angenommen. Die Spiele von RuneSoft und LGP werden in Deutschland zB von ixsoft verkauft.

In diese Vertriebslücke versuchen nun neue Projekte einzusteigen:

Samanon ist eines davon. Das Projekt bietet einen Onlineshop für Spiele aller Art – hier findet man folglich nicht nur Spiele für den Linux-Anhänger, auch für Windows und MacOS gibt es hier Spielbares. Auch sind nich alle Spiele für alle Plattformen verfügbar und die Anzahl der Linux-Spiele ist mit drei Stück auch noch SEHR überschaubar, aber hoffen wir, dass sich das ändert (was es bestimmt tut, wenn genug dieser drei Spiele dort gekauft werden).

Djl ist laut eigener Aussage stark von Valve’s Steam beeinflusst und bietet eine Oberfläche zur einfachen Installation von Spielen und Updates für Linux-Anwender. Es erfordert dabei keinerlei Systemverwaltungsrechte, sondern installiert alles notwendige im Heimverzeichnis des Anwenders. Derzeit ist das Repertoir von djl auf OpenSource-Spiele und solche, die man ohne Zugangsbeschränkung herunter laden kann (Free2Play MMORPGs zB), beschränkt. Wenn der Entwickler so denkt wie ich, würde er Features zum Kauf und Mieten von Spielen noch nachträglich einbauen, damit das System auch für kommerzielle Anbieter interessant wird.

Wem noch ein interessantes Projekt in dieser Art auffällt, der möge mich doch bitte darüber in Kenntnis setzen – ich werde dann ein Update nachschieben und auch dieses Vorstellen.

 

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